CAS-A im Wasserstofflicht

August 2019

Betrachtet man den Supernovaüberrest Kassiopeia-A auf der Wellenlänge der Linienstrahlung des neutralen Wasserstoffs bei 21 cm (1.420.405 MHz) so erkennt man im Spektrogramm sofort die Höcker von unterschiedlichen Wasserstoffansammlungen entlang der Sichtlinie, die sich deutlich durch verschieden starke Dopplerverschiebungen der empfamgenen Linienstrahlung voneinander unterscheinden lassen.


Um nun etwas Sicherheit in die eigenen Beobachtungen bezüglich der aus dem Empfangssystem erhaltenen Daten zu bekommen habe ich den einmal mehr den LAB-Survey vom Argelander Institut zu Rate gezogen. Dort findet man für die Position: Rektazension 23h 23,4m Deklination +58° 50' bzw. 111.734745°, galaktischer Länge und −02.129570° galaktischer Breite folgende Wasserstoffsignaturen. Der Öffnungswinkel des Antennensystems ist bei den jeweilgen Abbildungen angegeben.





Aus den dargestellten Signaturen lässt sich schnell folgern, dass die Absorbtionslinien im Wasserstoffspektrum von CAS-A erst mit großen Antennensystemen ab vielleicht 15 Metern Durchmesser gut zu detektieren sind. Bei kleineren Systemen unterdrückten die Wasserstoffansammlungen der unmittelbaren Umgebung des nur 5` x 6` Bogenminuten großen Super-novaüberrestes die feinen Absorbtionslinien auf der Struktur des Gebildes.

 

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