Quellen im Radio Continuum

Neben der Linienstrahlung, deren prominentester Vertreter die Wasserstoff Linienstrahlung bei 21cm ist, senden nahezu alle temperierten Objekte, fest oder plasmaartig, mehr oder weniger Radiostrahlung aus. In dem folgenden Diagramm nach Kraus ist gut zu erkennen, dass sich die Radiostrahlung einer Quelle im Continuum über weite Bereiche im Radiospektrum ausbreiten kann.


Radiostrahlung bekannter Quellen nach Kraus

 


Diesem Schaubild nach können die dort genannten Quellen zwischen 30 MHz und 15 GHz auch mit Amateurmitteln relativ gut detektiert werden. Der Empfang im Bereich unter 1 GHz wird jedoch durch die geringe örtliche Auflösung kleiner Empfangssysteme stark getübt. Die Empfangsantennen haben entsprechend der Wellenlänge im Dezimeterbereich Ausmaße von einigen Metern bei relativ wenig Richtwirkung. Einzelne Quellen so gehen schnell im Rauschen der insgesamt mit diesen großen Empfangskeulenbreiten abgedeckten Himmelsarealen unter.


Zum Beispiel beträgt die Wellenlänge bei 1 GHz ca. 30cm. Neutraler, kalter Wasserstoff emittiert Radiostrahlung bei einer spektralen Linie um 1,420 GHz. Diese Linienstrahlung, die es auch für viele, andere chemische Elemente bei anderen, für das jeweilige Element charakteristischen Wellenlängen zu finden gibt ist mit einer Geschwindigkeitskomponente verknüpft. Sie unterliegt dadurch dem Dopplereffekt. Sie hat jedoch überhaupt nichts mit der breitbandigen Radiostrahlung der hier beschreibenen so genannten Kontinuumsquellen zu tun.


Einige der stärksten Radioquellen lassen sich im Spektrum der Radiowellen von etwa 10 Meter (30 MHz, Kurzwelle) über die Dezimeterwellen (300 MHz, UKW) bis in den Bereich der Zentimeterwellen (SAT TV, 10.000 MHz) verfolgen. Aus Gründen der technischen Umsetzbarkeit, sowie der guten Verfügbarkeit von Baugruppen und Bauteilen habe ich mich dafür entschieden den Selbstbau der benötigten Empfangssysteme in der Hauptsache im Bereich von Dezimeter- und Zentimeterwellen durchzuführen. Dabei stehen zunächst die Bereiche im 21 cm und 3 cm Wellenlänge im Fokus.


Radioquellen mit Emmissionen kleiner 1000 Jansky sind gut geeignet um die Leistungsfähigkeit des eigenen Empfangssystems kennen zu lernen.




 

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