Cassiopeia-A,  CAS-A

ist der Überrest einer Supernova, die gegen Ende des 17ten Jahrhunderts explodiert ist. CAS-A ist eine vergleichsweise starke Radioquelle und führt die Liste prominenter extrasolarer Radioqellen an. Die Flusstärke wird in der älteren Literatur oft mit weit über 2000 Jansky angegeben. Ich selbst habe häufig einen Wert von 2400 Jansky in verschiedenen einschlägigen Quellen in der Fachliteratur notiert gesehen.

In Artikeln neueren Datums, welche sich mit der sehr dynamischen Entwicklung dieser jungen Radioquelle auseinandersetzen ist die Variabilität des Radioflusses gut beschrieben. CAS-A wird häufig als Kallibrationsquelle für professionelle Systeme benutzt, dafür muss die jeweils aktuelle Flusstärke sehr genau bekannt sein. Zum Beispiel wird in einem Artikel aus 2002 vom ETH Zürich mit dem Ziel die Flussstärke von CAS-A zu messen die Vorgehensweise dazu an einem 5 Meter System beschrieben. Im Abschnitt 5.1 wird folgendes Diagramm dargestellt, das die zeitliche Entwicklung der Flusstärke dieser Quelle bis 2005 zeigt:


Demanch war also bereits vor Jahren der Strahlungafluss von CAS-A unter die allgemein verbreiteten Werte um 2400 Jansky gesunken. Man darf daher davon ausgehen, dass in 2018 der Radiofluss noch weiter abgesunken ist.

Am ETH wurde damals auch ein Transit der Quelle mit dem kalibrierten System aufgezeichnet, der im Artikel abgebildet ist:


 
















Die Aufzeichnung ist bei einer Empfangsfrequenz von 1703 MHz durchgeführt worden. Das Diagramm oben zeigt, dass die Flussstärke hin zu höheren Frequenzen abnimmt. Deshalb ist bei 1420 MHz eine ähnliche aber etwas größere Signalstärke zu erwarten. Im November 2018 habe ich während einer Messkampagne über 6 Tage/24h 1230 Einzelmessungen durchgeführt. Dabei wurde CAS-A mit dem vorher kalibrierten System täglich erfasst. Hier einige Beispiele vom 27., 26. und 25 November von oben nach unten. Der Himmel war weitgehend Wolkenfrei, das System auf die gestrichelte Grundline bei -29,5 dB kalibriert. Die Antenne ist fest auf AZ 30, EL 30 ausgerichtet. Der Transit des Himmels wird fortlaufend aufgezeichnet. Die Quelle erscheint täglich ein paar Minuten früher. Ein Indiez dafür, dass die Quelle nicht terrestrischen Ursprungs ist.











 














 















Der aufgezeichnete Signalanstieg liegt zwischen 0,15 und 0,2 dB das entspricht im kalibrierten System einer Flusstärke zwischen 1600 Jy und 2100 Jy. Diese Werte stimmen gut mit den aktuellen Literaturwerten überein.

Eine weitere Übereinstimmung hat sich mit dem aktuell am Radioteleskop Stockert gemessenen Strahlungsfluss von CAS-A mit 1671 Jy bei 1400 MHz ergeben.

 

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